Il trovatore (Le trouvère)
Grand opéra en quatre actes et un ballet (große Oper) in 4 Akte (7 Bilder) und 1 Ballet auf ein Libretto von Emilien Pacini, nach das Libretto 'Il trovatore' von Salvadore Cammarano - Uraufführung: 12 Januar 1857 - l'Opéra de Paris...
(Aufführungsdauer ohne Pausen: ca. 2 Stunden 35 Minuten)
mit einigen Retuschen und der Hinzufügung von Balletteinlagen im dritten Akt. Uraufführung: Paris, Théâtre de l’Opéra (Salle de la rue Le Peletier), Montag, 12. Januar 1857, mit dem Tenor Louis Gueymard (Manrique), dem Sopran Pauline Gueymard Lauters (Léonore), dem Bariton Marc Bonnehée (Comte de Luna), dem Mezzosopran Adelaide Borghi Mamo (Azucena), dem Bass Prosper Dérivis (Fernand), den Tänzerinnen Eugénie Schlosser und Laure Poussin (Gitanilla), Louis Mérante und Zina Richard (Pas de deux), Claudina Cucchi (La Bohémienne); Bühnenbilder von Édouard Despléchin, Charles‑Antoine Cambon, Joseph Thierry, Nolot und August Rubé; Choreografie von Marius Petipa; musikalische Einstudierung durch Giuseppe Verdi, Dirigent Narcisse Girard.
Die französische Version weist einige Änderungen auf. Die Einführung des Balletts – das Divertissement im dritten Akt – erfolgt am Ende der ersten Szene. Außerdem nahm Verdi einige Retuschen vor und erweiterte den Schluss, um die „brüsken“ und „schneidenden“ Finali seiner italienischen Opern dem Geschmack der Opéra anzupassen.
Wenn Léonore stirbt, weist der Comte die Soldaten an, Manrique fortzuführen, während er Azucena verabschiedet. Nun ertönt ein innerer Chor von Nonnen, die das Miserere anstimmen (aus Nr. 13). Azucena erwacht langsam: „O Himmel! Dieser Todesgesang!... Wie?... Allein an diesem Ort. / Mein Sohn! Wo ist er, großer Gott!“
In der Ferne hört man Manriques Stimme, der die Mutter segnet und Léonore anruft, mit der er sich im Himmel zu vereinen hofft. Azucena erblickt den Comte und ruft: „Sie werden meinen Sohn töten!... Erbarmen mit mir! Grausamer!“
Doch er antwortet, während ein düsterer Schlag des tamtam ertönt: „Er wird sterben… das Beil ist bereit… / Ja, meine Rache ist erfüllt!“
Während Azucena außer sich ist, fordert er sie auf, hinzusehen. Der Hintergrund der Bühne öffnet sich: Man sieht das Schafott, umgeben von Büßern, die weiterhin das Miserere singen; den Henker, der sich auf die Axt stützt; den Körper des Opfers, mit einem roten Tuch bedeckt.
„Er ist tot!...“, singt Azucena und fügt „mit wilder Ironie“ hinzu: „Nun gut!... Es war dein Bruder!!“
Die letzten Worte des Comte und Azucena entsprechen dem ursprünglichen Finale.
Kritische Ausgabe: David Lawton (Hg.), Le trouvère, The University of Chicago Press / Casa Ricordi, Chicago/Milano 2002 (Serie I, Nr. 18B).
Warum für Paris Le trouvère statt Il trovatore
(Kurze Erläuterung)
(Text wird so bald wie möglich hier veröffentlicht.)
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Besetzung:
Le Comte de Lune, (Bariton)
Léonore, (Sopran)
Azucena (Mezzosopran)
Manrique, (Tenor)
Fernand (Bass)
Inès, (Sopran)
Ruiz, (Tenor)
Un Bohémien, (Bass)
Un messager (Tenor)
Chor und Orchester:
Chor:
Weibliche Bedienstete Leonoras, Nonnen, Diener und bewaffnete Gefolgsleute des Grafen Luna, Soldaten, Zigeuner und Zigeunerinnen.
Ballet:
Zwei Zigeunerinnen, eine Marketenderin, ein Soldat, eine Kartenleserin, Zigeunerinnen, Zigeuner, Marketenderinnen, Soldaten und Mohrenknaben.
Orchester:
1 Piccoloflöte 1 Querflöte, 2 Oboen, 2 Klarnetten, 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten, 3 Posaunen 1 Cimbasso (Kontrabass-Ventilposaune) - Pauken, Schlagzeug (1 kleine Trommel, 1 Triangel, Glocken, Hammer mit Ambosse),
1 Harfe.
Streicher. (1. und 2. Violinen, Bratschen, Violoncellos, Kontrabässe)
Bühnenmusik:
2 Hörner, 1 kleine Trommel und Orgel.



