Cesare De Sanctis
(? – Neapel, März 1881)
Händler in Neapel, später Börsenagent und musikbegeisterter. Er lernte Verdi 1849 zur Zeit von dessen zweiter Oper am Teatro San Carlo (Luisa Miller, 8. Dezember 1849) kennen und wurde bereits kurz darauf Verdis fester Ansprechpartner für alle weiteren Verpflichtungen mit diesem Theater.
Und so kamm es das Verdi häufig die ersten Schritte zur Vertragsgestaltung direkt mit De Sanctis abstimmte... „Wenn ich für Neapel schreiben soll, muss mir die Unternehmung oder die Direktion die Verträge schicken, und sie müssen am 25. oder 26. dieses Monats hier sein (3. Mai 1852), so schrieb er ihm zu Beginn der Verhandlungen für Il trovatore.
Über De Sanctis blieb Verdi auch stets in Verbindung mit seinen anderen neapolitanischen Freunden: den Malern Morelli und Palizzi, dem Karikaturisten Delfico, dem Dichter Nicola Sole, Vincenzo Torelli, Direktor des „Omnibus“, sowie Francesco Florimo, Bibliothekar des Konservatoriums.
De Sanctis’ Sohn Giuseppe, geboren 1858, war der Taufsohn des Ehepaars Verdi.
Als De Sanctis 1871 in schwere finanzielle Schwierigkeiten geriet, lieh ihm Verdi 25.000 Lire ohne Zinsen; der unglückliche Händler konnte den Betrag später aber nur zu einem sehr kleinen Teil zurückzahlen und schickte dafür regelmäßig Pakete mit Pasta nach Sant’Agata und Genua.
Nach seinem Tod im Jahr 1881 erließ Verdi den restlichen Schuldenbetrag von 20.000 Lire seine angehörigen.



