Sei (6) romanze (1838)
gehören zu Verdis frühesten veröffentlichten Werken und zeigen bereits erstaunlich klar jene emotionale Direktheit, die später seine Opern prägen sollte.
Die sechs Lieder...

Non t’accostar all’urna - Text: Jacopo Vittorelli, More, Elisa, lo stanco poeta -Text: Tommaso Bianchi, In solitaria stanza - Text: Jacopo Vittorelli, Nell’orror di notte oscura - Text: Carlo Angiolini, Perduta ho la pace -Text: Johann Wolfgang von Goethe, Deh, pietoso, oh Addolorata- Text: Johann Wolfgang von Goethe


wurden für Singstimme und Klavier komponiert und gehören zur Gattung der italienischen "Romanze da Camera" der kunstvollen, salonfähigen Liedform des 19. Jahrhunderts.
Und obwohl Verdi zu diesem Zeitpunkt noch am Beginn seiner Laufbahn stand, zeigen die Lieder bereits:
a. eine außergewöhnliche Sensibilität für Textausdeutung,
b. eine dramatische Linienführung, die wie bereits gesagt, später seine Opern prägen sollte,
c. eine melodische Handschrift, die unverkennbar „Verdi“ ist.
Die Themen der 6 Lieder kreisen um Einsamkeit, Verlust, Nacht, Tod, innere Unruhe und religiöse Bitte – ein psychologisch bemerkenswerter dichter Kosmos, der die emotionale Welt des jungen Verdi offenlegt.
Heute werden die "Sei Romanze" nur selten aufgeführt, doch musikwissenschaftlich gelten sie als Schlüsselwerke der frühen Verdi-Entwicklung: Auch zeigen sie, wie der junge Komponist bereits vor seinen ersten Opernerfolgen eine dramatische, sprachbezogene und zutiefst menschliche Ausdrucksweise entwickelte.
Besetzung:
Sopran/Tenor und Klavier.
Entstehung, Autograph und Ausgaben: vor 1838. Autograph: New York, Pierpont Morgan Library – Ausgaben: Mailand: Canti (1838), Nr. 387; Composizioni da camera per canto e pianoforte, Mailand: Ricordi 1935, Nr. 123381.
Musikwissenschaftliche Aufsätzen & Publikationen, können gerne bei das Stiftungssekretariat (sekretariat(at)igvs(dot)eu) eingereicht werden.
Aufführungsdauer: Ca. 18 Minuten.
Diskographie: wird so bald wie möglich hier veröffentlicht.



