1813 - 1835

1. Herkunft und frühe Lebensumstände (1813–1822)

Giuseppe Fortunino Francesco Verdi wurde am 10. Oktober 1813 in Le Roncole bei Busseto im damaligen Ducato di Parma e Piacenza geboren, das zu dieser Zeit unter französischer Verwaltung stand. Seine Eltern, Carlo Verdi (Wirt, Kleinunternehmer) und Luigia Uttini (Spinnerin), entstammten beiden aus einfachen, aber wirtschaftlich stabilen Familien aus der Region Piacenza. Die Geburt Giuseppe wurde sowohl im kirchlichen Register von San Michele Arcangelo als auch im französisch geführten kommunalen Register von Busseto eingetragen; ein Detail, das die politische Lage der Region unter napoleonischer Herrschaft widerspiegelte.

Ab seine früheste Kinderjahren wuchs der kleine Verdi zwar in bescheidenen, aber kulturell nicht ungebildeten Verhältnissen auf.  So erhielt er bereits mit fünf Jahren Unterricht in Latein und Italienisch durch den örtlichen Dorfspfarrer und Organisten Pietro Baistrocchi, der später auch sein erster Musiklehrer wurde. Giuseppes jüngere und einzige Schwester Giuseppa die Giuseppe über alles liebhatte starb 1833 im Alter von nur 17 Jahren an den Folgen einer Meningitis. Andere Historiker meinen aber, Giuseppa war belastet durch das Syndrom von Down (Trisomie 21) Wie es gewesen sein mag…  Giuseppa früher Tod war en frühes familiäres Trauma, das Verdi zutiefst geprägt hat.

2. Erste musikalische Ausbildung und Förderung (1822–1830)

Verdis musikalische Begabung zeigte sich bereits sehr früh. So riet ein regelmäßig in Le Roncole auftauchender Lumpenmann, der das aufgefallen war Vater Carlo, für sein begabter Sohn wenigstens ein noch brauchbares Spinett zu erwerben. Und als kurz darauf auch der Cembalobauer Cavaletti von Giuseppes Musikalisches Talent überzeugt war, bot er an das inzwischen gekaufte Instrument kostenlos zu reparieren und zu Stimmen, damit das tägliche Üben Problemlos möglich sei.

Nachdem Verdi 1820 Sieben Jahren alt geworden war; auch erhielt er noch immer Unterricht von Pietro Baistrocchi, hatte er dermase große fortschritten gemacht, dass der äußerst gütige Pfarrer ihn bereits die Kirchenorgel anvertraute. Das heißt wenn niemand anders zu Spielen zur Verfügung stand, sollte Verdi während die Gottesdiensten spielen. Auch würde Ihn dafür eine kleine Vergütung in Aussicht gestellt.

Zwei Jahren später... Giuseppe hatte inzwisvhen das alter von 9 Jahren erreicht beschloss sein Vater Carlo in nach Busseto (5 Km) zu schicken -dort konnte er bei sein Freund der Schuster ? Wohnen- um so nach das gerade begonnen Gymnasium zur Schule gehen zu können. Und auch bereits damals immer äußerst pflichtbewusst, blieb er das Orgelspielen in Le Roncole treu. So sehr sogar, dass er sich meistens zu fuß dorthin begab, damit die Gläubigen, während die Heilige Messen besser mitsingen konnten.

Während Verdi inzwischen auch in Busseto sehr gute fortschritten erzielte, wurde auch der Stadtpfarrer und Musikdirektor Ferdinando Provesi auf dessen Ausnahmetalent aufmerksam.  So konnte es selbstverständlich nicht ausbleiben das dies auch bezüglich Antonio Barezzi der Fall war… er der Wein- und Kolonialwarenhändler… auch örtlicher Kulturmäzen und Präsident der Società Filarmonica in Busseto... er sollte es sein der es Verdi später ermöglichte in Mailand der Grundstein seiner Weltkarriere zu legen… zu der wichtigster Opernkomponisten der Musikgeschichte und Mann des Theaters- zu werden.

Nachdem Verdi das Alter von 13/14 Jahren erreicht hatte begann -inzwischen durch Antonio Barezzi dazu unterstützt- Ferdinando Provesi Verdi Musikunterricht zu geben… auch vermittelte er ihn die Möglichkeit, um frei die Bibliothek der Jesuitenschule zu nutzen. Und  als darauf Verdi auch bei Provesi rasche fortschritten verbuchen konnte… er unterrichte ihn wöchentlich mehrere Stunden in Harmonie, Kontrapunkt und Komposition, weil er meinte mit einem Genie – orientierter Schüler zu tun zu haben, entstanden die erste Kompositionen wie z.B. Märsche, Variationen, Kantaten, Serenaden und auch ein 1828 komponierten alternative Ouvertüre zu Rossinis Il barbiere di Siviglia.

Diesbezüglich handelte es sich um Kompositionen die überwiegend bei kirchlichen Festen und privaten Konzerten aufgeführt wurden.

3. Persönliche Bindungen und künstlerische Entwicklung (1830–1832)

Ab etwa 1830 wurde Verdi regelmäßiger Gast im Haus der Familie Barezzi, spielte dort Kammermusik, lernte das bürgerliche Kulturleben kennen und gab Unterricht an Margherita Barezzi, die später seine erste Ehefrau wurde. Und ebenfaalls um 1830, organisierte Provesi ein Konzert mit ausschließlich Werken Verdis. und während der Karwoche des Jahr darauf wurde seine Kantate für Bariton und Orchester Le lamentazioni di Geremia aufgeführt, dessen Partitur noch immer als verschollen gilt.

Und schließlich war es dank Provesis Empfehlung und Barezzis Unterstützung das Verdi ein Stipendium des Monte di Pietà e d’Abbondanza gewährt wurde und das Barezzi  verdoppelte, um Verdi ein Studium in Mailand zu ermöglichen.

4. Studienjahre in Mailand (1832–1835)

1832 reiste Verdi dann nach Mailand, um am dortige Konservatorium studieren zu können...  wurde jedoch nicht aufgenommen — offiziell wegen Überschreitung der Altersgrenze (er war 18 Jahre alt) und weil  scheinbar der Technik seines Klavierspiel nicht ausreichte. Der wahrer Grund war, das Verdi als Ausländer galt, demzufolge man Ihn nicht aufnehmen konnte.

Aber bereits kurz danach vermittelte Alessandro Rolla der von Verdis Begabung überzeugt war, Ihn die Möglichkeit Privatunterricht bei Vincenzo Lavigna, ehemaligem maestro al cembalo der Mailänder Scala zu nehmen. Und das war genau der richtiger Wahl. denn Lavigna war kein Lehrer von- und mit viele schöne Worten, sondern als selbst erfolgreicher Komponist großer Wert liegend auf der  strengen Kontrapunkt, Kunst der Fuge, Partiturstudium und darüber hinaus Analyse der Opernrepertoire der Scala. Weiter legte Lavigna großer Wert aufs transkribieren können von Opernpartituren, sich mit Mozart auseinander zu setzten (Don Giovanni) und  aktiv am Musikleben der Stadt teilzunehmen. 

5. Zwischen 1833 und 1835 Maestro al Cembalo 

Im Jahr 1879 -Verdi war bereits 

 

gelegentlicher Dirigent... 1834 dirigierte er Haydns Die Schöpfung vom Cembalo aus. 1835 bereitete er gemeinsam mit Pietro Massini eine Aufführung von Rossinis La Cenerentola vor.

6.  Rückkehr nach Busseto (1835)... Im Juli 1835 schloss Verdi seine Studien bei Lavigna ab und kehrte nach Busseto zurück. Dort begann ein konfliktreicher Wettbewerb um die Stelle des maestro di musica, die er schließlich im März 1836 erhielt — ein Übergang, der den Beginn seiner professionellen Laufbahn markiert.